Es war einmal...

...die Schulzeit

"Schulzeit ist die schönste Zeit"

Wer diese Behauptung in die Welt gesetzt hat, muss wirklich Glück gehabt haben, was die Klassenkameraden anging;-)

Ich kann es jedenfalls nicht bestätigen.

Meine Schulzeit war vielleicht bis zur 7. Klasse eine schöne Zeit. Doch von dem Moment an, als ich lernte, eigenständig zu denken und meine Persönlichkeit sich entwickelte war es vorbei mit der schönen Zeit.

Ich besuchte ein regional hochangesehenes Gymnasium mit fähigen Lehrern (das muss ich wirklich sagen!) und fast ausschließlich dummen Schülern (dumm im Sinne von "nicht eigenständig denken, sondern höchstens Vorgegebenes reproduzieren können".

Die meisten Mädchen hatten nichts anderes im Kopf als Jungs, Einkaufen, Schminken und oberflächlich denken und handeln. Die Jungs dachten nur an Mädchen (beziehungsweise Sex, die Mädchen waren austauschbar) und abschießen mittels Alkohol.

Meins war beides nicht. Leider werden aber Menschen, die sich nicht an dieses "Denken" anpassen, in der Gemeinschaft nicht akzeptiert, sondern "fertiggemacht". Und das natürlich auf allerniedrigstem Niveau. Man versuchte es mit Beleidigungen, Ignorieren o.Ä.

Schade nur, dass ich ein Mensch bin, der nicht gerade auf den Mund gefallen ist. Ich bin weiter erhobenen Hauptes in die Schule gegangen, was wohl vielen überhaupt nicht gepasst haben mag;-) Ihre Kindereien habe ich ignoriert oder belächelt. Wie soll man auch anders mit 60 Leuten desselben Schlags umgehen?

Immerhin, 2 Ausnahmen gab es, die heute noch zu meinen besten Freunden gehören und die mir in meinem Leben mehr gaben, als sich die 60 Leute gegenseitig jemals geben werden. Und auch die Schulzeit geht vorbei, somit kann ich nur den Tipp geben: wie schlimm es auch jemals werden mag, DURCHHALTEN!  

30.4.08 11:16, kommentieren

...die Liebe

Mein letzter Freund war meine bisher letzte Katastrophe.

Kev lernte ich kennen ohne Böses zu ahnen und landete in den Fängen eines kranken, drogenabhängigen Lügners, der mir sehr glaubhaft verkaufte, er sei ein treuer und äußerst ehrlicher Mensch, der selbst zu oft schlecht behandelt worden sei, als dass er einem Mädchen jemals etwas Schlechtes antun könnte.

Von heute auf morgen brach er quasi den Kontakt ab und meldete sich nicht mehr. Als ich zu ihm fuhr, ließ er mich das erste mal für Drogen stehen, das zweite Mal setzte er mich ( netterweise, nachdem es schon jeder Andere wusste) davon in Kenntnis, dass er nicht mehr mit mir zusammen sein könnte und erstmal Zeit für sich bräuchte.

Zu der Zeit war er schon mit einer allerorts bekannten Schlampe zusammen ( die ich sogar noch vor ihm kannte!).

Mittlerweile ist er Vater ihres Kindes ( armer Wurm!), immer noch arbeitslos, faul und dumm.

Traurig bin ich nicht, außer vllt wegen der Tatsache, dass er mir meine Fähigkeit nahm, Gefühle fühlen zu können.

Gesehen habe ich beide übrigens seitdem (nunmehr anderthalb Jahre) auch nicht mehr, was wohl ganz förderlich für mich war über das Ganze hinwegzukommen;-)

 

 

Die größte Katastrophe meines Lebens ist und wird wohl immer bleiben meine Beziehung vor Kev... Hätt ich vorher gewusst, dass ich mich selbst in so eine Scheiße reite, ich hätt es dennoch so gemacht

Ich lernte P. durch die Arbeit kennen. Hab mich eigentlich immer über ihn lustig gemacht: asi, schlampig, dauerbetrunken. Eines Abends haben wir uns in einer Kneipe getroffen und es fing an zu knistern, ohne dass ich es bemerkte. Am Abend musste ich an ihn denken und schrieb ihm eine SMS, mit der ich ihm eine gute Nacht wünschte...damit nahm alles seinen Lauf.

Er lud mich zu seiner Fußball-Weihnachtsfeier ein und ich ging hin. Es wurde relativ schnell klar, dass er mehr wollte. Jeder, der mich auch nur anzwinkerte, wurde von ihm schnell in die Schranken gewiesen. Das schmeichelte mir auch irgendwie. Wir verzogen uns in eine Umkleidekabine und küssten uns und kuschelten etwas. Die Schmetterlinge in meinem Bauch machten Purzelbäume.

Von dem Abend an waren wir zusammen, wobei ich das nicht so recht ernst nehmen wollte, da ich wusste, dass er nicht so der Beziehungs-Typ war. Wir trafen uns eher heimlich, weil meine Eltern strikt gegen ihn waren aufgrund des übertriebenen Alkoholkonsums. Am Anfang machte mir das aber nicht viel aus, ich ahnte nicht, was auf mich zukam. Irgendwann erfuhren meine Eltern natürlich davon und stellten mich vor die Wahl: entweder Koffer packen oder den Kontakt völlig abbrechen. Ich war sprachlos, sauer, enttäuscht, traurig, aber stur wie eh und je. Ich packte meine Sachen und zog in seine kleine Wohnung. Da erfuhr ich am eigenen Leib wie alkoholkrank er wirklcih war. Ich versuchte, ihn davon wegzubekommen, es endete in Vertrauensbrüchen, Lügen und dem Verstecken von Bierflaschen. Hinzu kam seine permanente unbegründete Eifersucht (ich war soo verschossen, ich hatte sicher keine Augen für andere Männer!), die eines Abends dann eskalierte. Völlig zugedröhnt wollte er mich auf einmal nicht mehr in die Wohnung lassen, ich versuchte vorbeizukommen, er trat nach mir. Immer wieder auf dieselbe Stelle am Bein. Viel Geschrei und viel Gezeter und der Anruf eines Freundes holte die Polizei. Diese schaltete sofort eine Anzeige, ich versprach unter Tränen, mich von ihm zu trennen, die Sache war vorerst erledigt.

Ich kam bei diesem Freund für 6 Wochen unter und war nur ein Häufchen Elend, hin und hergerissen zwischen meinem Verstand und meinen Gefühlen. Am Ende siegten  die Gefühle und ich kehrte zurück. Das ganze ging von vorne los, mit meinen Eltern hatte ich zwischenzeitlich wieder Kontakt aufgebaut, sie brachen ihn erneut ab. Dummerweise ist in der Zwischenzeit auch bei mir vieles passiert und mir ging es sehr schlecht. P. trank nur noch, zwang mich Dinge zu tun, die mir so zu schaffen machten, dass ich mich nur noch umbringen wollte und meine Familie verstoß mich. Schlimmer konnte es nicht mehr kommen - dachte ich.

Es kam immer wieder zu neuen Handgreiflichkeiten, beim schlimmsten Mal hatte ich Würgemale, Prellungen und Flecken am ganzen Körper und ein blaues Auge sowie kaum noch Haare auf dem Kopf. Doch ich blieb weiterhin bei ihm, wo hätte ich denn auch sonst hingehen können?

Einige Wochen später hatte sich seine Alkoholsucht auch auf Drogen ausgeweitet und er betrog mich wie ich erfuhr. Damit war er aber wirklich zu weit gegangen und ich verließ ihn todtraurig endgültig. Ich zog aus in meine erste eigene Wohnung und versuchte mein kaputtes Leben wieder auf zu bauen.

Dann kam Kev... 

30.4.08 10:55, kommentieren