Ich erinner mich...an meine erste richtige OP!

Als ich 13 war, hab ich in mein Tagebuch geschrieben, dass es so toll wäre, ins Krankenhaus zu kommen. Jahre später blätterte ich noch einmal das Buch durch und fand nur wenige Tage später den Eintrag, dass ich eine Blinddarmoperation hatte. War mir zuvor nie aufgefallen.

Waren völlig atypische Schmerzen damals, wurde vom Arzt wieder heim geschickt mit Verdacht auf Eierstockentzündung. Nach ca. einer Woche bin ich dann nochmal zum Arzt und der schickte mich ins KH.

Das war etwa 2 Wochen vor Weihnachten. Bei den Untersuchungen gab es keine schlüssigen Ergebnisse und als ich den Arzt bat, doch einfach mittels OP "nach zu gucken", entgegnete er, Operationen seien auf Verdacht nicht möglich. 3 Tage später betrat derselbe Arzt mein Zimmer und gab bekannt, ich würde am nächsten Tag "auf Verdacht "operiert werden. Darüber, dass ich Weihnachten aufgrund dieser Aktion im KH bleiben müsste, hatte er nichts zu sagen.

Die OP verlief soweit gut, Blinddarm war hochgradig entzündet und deshalb auch nicht umsonst. Leider war die Narkose wohl "etwas" überdosiert; ich schlief einen Tag länger als geplant (und wurde von Schlägen des Arztes im Gesicht wach: "Los, sie können jetzt nicht weiter schlafen! Sie haben schon einen Tag zu lang geschlafen!" und sobald ich auch nur den Kopf hob, drehte sich mir der Magen um. Das ganze ging natürlich gleich 2 Tage lang. Ich hab quasi dauergeklingelt Nachts wachte ich einmal davon auf, dass mein ganzer Körper völlig unkontrolliert zitterte. Entnervt kam die Nachtschwester ("Was ist denn jetzt schon wieeeeder???" und meinte dann, ich sei wohl "etwas" unterzuckert. Als es gar nicht mehr ging wurde ich dann ins Arztzimmer geschoben....

Am darauffolgenden Tag gings bergauf, wurde wieder aufs normale Zimmer verlegt. Irgendwie hab ich das Glück immer mit uralten halbtoten linken Omas auf Zimmern zu liegen. Die Alte neben mir warf regelmäßig ihr Gebiss unter mein Bett und da sie bettlägerig war, musste ich dann mit frischer Blinddarmnarbe unters Bett kriechen! Aber die Rache bekam ein paar Jahre später dann eine andere Oma doppelt und dreifach wieder:D

Ein Gutes hatte das Ganze: ich entging immerhin der Kirche an Weihnachten! 

21.5.08 21:09, kommentieren

Meine Geschwister

Bei 5 Geschwistern verliert man schon mal schnell den Überblick. Jedoch nicht, wenn kaum jemand der 5 bei einem lebt oder in Kontakt zu einem steht. Der Reihe nach:

 

Mein Halbbruder M.:

 Da er sehr viel älter war als ich hatten wir als Kinder nie so den rechten Draht zusammen. Auch heute hält er mit niemanden aus der Familie Kontakt obwohl wir gerne mal unsere NIchten oder Neffen gesehen hätten

 

Meine Halbschwester P.:

Wir haben schon früher immer unsere kleine Schwester geärgert und getriezt, wo es nur ging. Wir konnten sie einfach nie leiden. Einmal haben wir ihr Beinchen gestellt: jeder normale Mensch stützt sich auf seine Hände ab, wenn er fällt. Nicht so meine Schwester: sie fiel genau auf ihr Kinn und musste im Krankenhaus genäht werden. Das war wohl unsere schlimmste Schandtat

Danach hatten wir lange Zeit keinen Kontakt, weil ich nichts mehr mit meinem Vater zu tun haben wollte. Er war quasi die Verbindung.

Als ich dann mit P. zusammen war, traf ich sie in der Stadt, da war sie gerade im 3. Monat schwanger. Wir tauschten die Nummern aus und wollten wieder Kontakt aufbauen, aber das klappte irgendwie nicht. Nachdem es kriselte mit K. schaffte ich es dann, langsam öfters bei ihr und ihrer kleinen Familie aufzutauchen. Sie gaben mir Halt, als es dann auch ganz auseinander ging.

Heute versuchen wir uns regelmäßig zu treffen, aber meist geht es doch schief, da ich soviel arbeiten bin

 

 

 

 

26.4.08 20:06, kommentieren

Mein Erzeuger

Mein Vater ist nur Spender seines Samens.

Er ging meiner Mutter schon fremd, als sie gerade mit meiner Schwester schwanger war und ist einfach nur verachtenswert. Im Folgenden erklärt sich warum...

 ... meine Mutter trennte sich als ich 3 Jahre alt war. Das Beste, was sie hätte machen können bei dem notorischen Fremdgänger und Säufer!

Einmal im Monat holte er uns Kinder ab und verbrachte Zeit mit uns bei seinen Eltern für einen Tag. Diese Zeit sah in etwa so aus, dass er versuchte uns durch kleine Geschenke zu kaufen, meine kleine Schwester sehr stark spüren ließ, dass nur ich ein Wunschkind seinerseits war, sich mit seinem Vater stritt während er mit ihm heiß die aktuelle Pralinesammlung austauschte (das alles natürlich unter regem Alkoholkonsum) und wir Kinder jedes Mal mit seiner "Neuen" auf dem Spielplatz landeten bis er uns (nach dem regen Alkoholkonsum) nach Hause fuhr, nur um Versprechen zu geben, die er das nächste Mal auch wieder nicht einhielt.

Mit 12 Jahren wurde mir das ganze zuviel und ich brach den Kontakt ab. Nach etlichen Versuchen seinerseits, mich nicht zu verlieren (per Brief, Telefonterror und diverses), benutzte er meine kleine Schwester, um herauszufinden, wann ich wo war und begann, mich abzufangen. Klappte jedoch auch nie wirklich. Daraufhin folgte Überhäufung von Geschenken bei meiner Schwester (natürlich mit Dingen, von denen er wusste, ich würde sie haben wollen), aber ich bin ein sehr sturer Mensch und diese Dinge haben mich in meiner Meinung nur weiter bestätigt.

Mittlerweile sind wir Kinder alle erwachsen und er ein alter Mann. Sein Alkoholkonsum hat sich zum Alkoholismus entwickelt, seine "Neue" hat sich getrennt und er hat nichts gelernt in all den Jahren. Entzüge sind misslungen, da er Alkohol in die Kliniken schmuggelte und von uns Kindern gibt es niemanden mehr, der sich um den Mann kümmern will, der anruft, um uns anzubetteln, Geld für Alkohol zu überweisen (nebenbei: Alimente wurden nie bezahlt, der Herr ging lieber schwarz arbeiten, zeigte meiner Schwester noch stolz Bilder zweier gekaufter Häuser im Ausland, die natürlich auf die "Neue" überschrieben wurden um jeglicher Pfändung vorneweg zu greifen) oder seinen eigenen Kindern sexuelle Anspielungen an den Kopf zu werfen.

Verständlicherweise versuchen wir DIESEN Teil der Herkunft zu verschleiern;-) 

30.4.08 11:34, kommentieren

...die Schulzeit

"Schulzeit ist die schönste Zeit"

Wer diese Behauptung in die Welt gesetzt hat, muss wirklich Glück gehabt haben, was die Klassenkameraden anging;-)

Ich kann es jedenfalls nicht bestätigen.

Meine Schulzeit war vielleicht bis zur 7. Klasse eine schöne Zeit. Doch von dem Moment an, als ich lernte, eigenständig zu denken und meine Persönlichkeit sich entwickelte war es vorbei mit der schönen Zeit.

Ich besuchte ein regional hochangesehenes Gymnasium mit fähigen Lehrern (das muss ich wirklich sagen!) und fast ausschließlich dummen Schülern (dumm im Sinne von "nicht eigenständig denken, sondern höchstens Vorgegebenes reproduzieren können".

Die meisten Mädchen hatten nichts anderes im Kopf als Jungs, Einkaufen, Schminken und oberflächlich denken und handeln. Die Jungs dachten nur an Mädchen (beziehungsweise Sex, die Mädchen waren austauschbar) und abschießen mittels Alkohol.

Meins war beides nicht. Leider werden aber Menschen, die sich nicht an dieses "Denken" anpassen, in der Gemeinschaft nicht akzeptiert, sondern "fertiggemacht". Und das natürlich auf allerniedrigstem Niveau. Man versuchte es mit Beleidigungen, Ignorieren o.Ä.

Schade nur, dass ich ein Mensch bin, der nicht gerade auf den Mund gefallen ist. Ich bin weiter erhobenen Hauptes in die Schule gegangen, was wohl vielen überhaupt nicht gepasst haben mag;-) Ihre Kindereien habe ich ignoriert oder belächelt. Wie soll man auch anders mit 60 Leuten desselben Schlags umgehen?

Immerhin, 2 Ausnahmen gab es, die heute noch zu meinen besten Freunden gehören und die mir in meinem Leben mehr gaben, als sich die 60 Leute gegenseitig jemals geben werden. Und auch die Schulzeit geht vorbei, somit kann ich nur den Tipp geben: wie schlimm es auch jemals werden mag, DURCHHALTEN!  

30.4.08 11:16, kommentieren

...die Liebe

Mein letzter Freund war meine bisher letzte Katastrophe.

Kev lernte ich kennen ohne Böses zu ahnen und landete in den Fängen eines kranken, drogenabhängigen Lügners, der mir sehr glaubhaft verkaufte, er sei ein treuer und äußerst ehrlicher Mensch, der selbst zu oft schlecht behandelt worden sei, als dass er einem Mädchen jemals etwas Schlechtes antun könnte.

Von heute auf morgen brach er quasi den Kontakt ab und meldete sich nicht mehr. Als ich zu ihm fuhr, ließ er mich das erste mal für Drogen stehen, das zweite Mal setzte er mich ( netterweise, nachdem es schon jeder Andere wusste) davon in Kenntnis, dass er nicht mehr mit mir zusammen sein könnte und erstmal Zeit für sich bräuchte.

Zu der Zeit war er schon mit einer allerorts bekannten Schlampe zusammen ( die ich sogar noch vor ihm kannte!).

Mittlerweile ist er Vater ihres Kindes ( armer Wurm!), immer noch arbeitslos, faul und dumm.

Traurig bin ich nicht, außer vllt wegen der Tatsache, dass er mir meine Fähigkeit nahm, Gefühle fühlen zu können.

Gesehen habe ich beide übrigens seitdem (nunmehr anderthalb Jahre) auch nicht mehr, was wohl ganz förderlich für mich war über das Ganze hinwegzukommen;-)

 

 

Die größte Katastrophe meines Lebens ist und wird wohl immer bleiben meine Beziehung vor Kev... Hätt ich vorher gewusst, dass ich mich selbst in so eine Scheiße reite, ich hätt es dennoch so gemacht

Ich lernte P. durch die Arbeit kennen. Hab mich eigentlich immer über ihn lustig gemacht: asi, schlampig, dauerbetrunken. Eines Abends haben wir uns in einer Kneipe getroffen und es fing an zu knistern, ohne dass ich es bemerkte. Am Abend musste ich an ihn denken und schrieb ihm eine SMS, mit der ich ihm eine gute Nacht wünschte...damit nahm alles seinen Lauf.

Er lud mich zu seiner Fußball-Weihnachtsfeier ein und ich ging hin. Es wurde relativ schnell klar, dass er mehr wollte. Jeder, der mich auch nur anzwinkerte, wurde von ihm schnell in die Schranken gewiesen. Das schmeichelte mir auch irgendwie. Wir verzogen uns in eine Umkleidekabine und küssten uns und kuschelten etwas. Die Schmetterlinge in meinem Bauch machten Purzelbäume.

Von dem Abend an waren wir zusammen, wobei ich das nicht so recht ernst nehmen wollte, da ich wusste, dass er nicht so der Beziehungs-Typ war. Wir trafen uns eher heimlich, weil meine Eltern strikt gegen ihn waren aufgrund des übertriebenen Alkoholkonsums. Am Anfang machte mir das aber nicht viel aus, ich ahnte nicht, was auf mich zukam. Irgendwann erfuhren meine Eltern natürlich davon und stellten mich vor die Wahl: entweder Koffer packen oder den Kontakt völlig abbrechen. Ich war sprachlos, sauer, enttäuscht, traurig, aber stur wie eh und je. Ich packte meine Sachen und zog in seine kleine Wohnung. Da erfuhr ich am eigenen Leib wie alkoholkrank er wirklcih war. Ich versuchte, ihn davon wegzubekommen, es endete in Vertrauensbrüchen, Lügen und dem Verstecken von Bierflaschen. Hinzu kam seine permanente unbegründete Eifersucht (ich war soo verschossen, ich hatte sicher keine Augen für andere Männer!), die eines Abends dann eskalierte. Völlig zugedröhnt wollte er mich auf einmal nicht mehr in die Wohnung lassen, ich versuchte vorbeizukommen, er trat nach mir. Immer wieder auf dieselbe Stelle am Bein. Viel Geschrei und viel Gezeter und der Anruf eines Freundes holte die Polizei. Diese schaltete sofort eine Anzeige, ich versprach unter Tränen, mich von ihm zu trennen, die Sache war vorerst erledigt.

Ich kam bei diesem Freund für 6 Wochen unter und war nur ein Häufchen Elend, hin und hergerissen zwischen meinem Verstand und meinen Gefühlen. Am Ende siegten  die Gefühle und ich kehrte zurück. Das ganze ging von vorne los, mit meinen Eltern hatte ich zwischenzeitlich wieder Kontakt aufgebaut, sie brachen ihn erneut ab. Dummerweise ist in der Zwischenzeit auch bei mir vieles passiert und mir ging es sehr schlecht. P. trank nur noch, zwang mich Dinge zu tun, die mir so zu schaffen machten, dass ich mich nur noch umbringen wollte und meine Familie verstoß mich. Schlimmer konnte es nicht mehr kommen - dachte ich.

Es kam immer wieder zu neuen Handgreiflichkeiten, beim schlimmsten Mal hatte ich Würgemale, Prellungen und Flecken am ganzen Körper und ein blaues Auge sowie kaum noch Haare auf dem Kopf. Doch ich blieb weiterhin bei ihm, wo hätte ich denn auch sonst hingehen können?

Einige Wochen später hatte sich seine Alkoholsucht auch auf Drogen ausgeweitet und er betrog mich wie ich erfuhr. Damit war er aber wirklich zu weit gegangen und ich verließ ihn todtraurig endgültig. Ich zog aus in meine erste eigene Wohnung und versuchte mein kaputtes Leben wieder auf zu bauen.

Dann kam Kev... 

30.4.08 10:55, kommentieren